Einsätze 1999: 4 Einsätze
| Nr. | Datum | Einsatzart | Einsatzmeldung | Ort |
| 1 | 19.02.1999 | Technische Hilfeleistung | Scheunenbrand | Albessen |
| 2 | 06.08.1999 | Technische Hilfeleistung | RTH-Landeabsicherung | K14 Herchweiler - B420 |
| 3 | 09.08.1999 | Technische Hilfeleistung | Unwettereinsatz | Herchweiler |
| 4 | 26.12.1999 | Technische Hilfeleistung | Umgestürzter Baum | Herchweiler |
Freitag, 19. Februar 1999, 21.00 Uhr, Einsatzstärke TLF8 1/2, TSF 1/5 (+2), Scheunenbrand Albessen, Einsatzleiter: Stoll Sandro1
Während unserer Übung hören wir eine Funkalarmierung der Polizei Kusel mit. Im Nachbarort Albessen wurde telefonisch per 112 der Vollbrand einer Scheune gemeldet. Die Polizei Kusel alarmiert daraufhin die FF Albessen, die FF Konken und die FF Kusel. Nachdem wir per Funk unsere Anwesenheit melden, werden wir ebenfalls gebeten, auszurücken. Um weitere Kräfte zum Gerätehaus zu rufen, wird noch per Funk die Sirene ausgelöst. Das TLF8 macht sich mit zwei Atemschutzgeräteträgern besetzt sofort auf den Weg. Bei der Ankunft in Albessen stellt sich dann heraus, daß es sich um einen böswilligen Fehlalarm handelt. Insgesamt eilten mehr als 50 Feuerwehrleute zur Einsatzstelle. Neben der FF Herchweiler war die FF Albessen mit TSF, die FF Konken mit TSF sowie die FF Kusel mit ELW2, TLF16/25, LF16 und DLK23/12, weiterhin die Polizei Kusel mit einem Streifenwagen.
Sirenenalarmierung durch die Polizei Kusel
Fahrzeuge im Einsatz:
FF Herchweiler
FF Albessen
Freitag, 6. August 1999, 14.11 Uhr, Einsatzstärke TLF8 1/1, TSF 1/4 (+2), Absicherung RTH-Landung nach Verkehrsunfall, Einsatzleiter: Stoll Sandro
Gegen 14.11 Uhr wird die FF Herchweiler per Sirene zur Absicherung einer Rettungshubschrauberlandung im Kreuzungsbereich B420/K14 alarmiert. Es hatte sich ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem Motorrad in einer leichten Kurve ereignet. Der vermutlich zu weit links fahrende PKW kollidiert mit dem entgegenkommenden Motorrad. Der Motorradfahrer ist schwer verletzt worauf der bereits vor Ort befindliche Notarzt den RTH anfordert. Auch die Polizei ist schon vor Ort, wir müssen uns mit dem TLF erst vorsichtig an der Unfallstelle vorbeimanövrieren und uns einen Weg durch geparkte Fahrzeuge bahnen, um zur Landestelle vorzudringen. Da ein frisch abgeerntetes Feld als Landefläche neben der Kreuzung zur Verfügung stand, landete der RTH kurz vor unserem Eintreffen. Wir sicherten anschließend die Landestelle des RTH ab und kümmerten uns um die Straßensperrung. Erst nach über einer Stunde ist der schwer verletzte Motorradfahrer transportfähig und der RTH startet. Dafür wird kurzfristig der komplette Kreuzungsbereich gesperrt. Die K14 zwischen der Kreuzung B420 und Herchweiler bleibt anschließend noch bis ca. 17.15 Uhr gesperrt, bis ein Unfallsachverständiger seine Nachforschungen beendet hat und die Fahrzeuge beseitigt sind. Neben der FF Herchweiler war die FF Kusel kurzzeitig mit ELW2 und TLF16/25 im Einsatz, weiterhin das DRK Kusel mit NEF sowie ein RTW aus dem benachbarten Kreis Birkenfeld, der nach einer Überführungsfahrt nach Kusel zu diesem Einsatz geordert wurde und die Polizei Kusel mit zwei Streifenwagen.
Sirenenalarmierung durch die Polizei Kusel
Fahrzeuge im Einsatz:
FF Herchweiler
Montag, 9. August 1999, ca. 23.00 Uhr, Einsatzstärke TLF8 1/2, TSF 1/5 (+1), Gewitter: Überflutete Keller und umgestürzte Bäume, Einsatzleiter: Stoll Sandro
Gegen 23.00 Uhr ergießt sich ein schweres Gewitter mit Hagelschlag über Herchweiler, nach etwa 10 Minuten beruhigt sich das Wetter. Da durch abgerissene Blätter viele Ablaufschächte verstopft sind, bahnt sich ein richtiger Fluß den Weg durch die Kuseler Straße bis in die Brückenstraße, In mehrere Keller und Garagen ist Wasser eingedrungen, teilweise müssen die Hagelkörner beseitigt werden. Etliche Bäume sind abgebrochen oder entwurzelt, zum Teil ist die Stromversorgung zusammengebrochen. Nach der Beseitigung der gröbsten Schäden rücken wir gegen 2.00 Uhr wieder ein, um am nächsten Morgen um 8.00 Uhr den Einsatz mit der Beseitigung von Bäumen fortzusetzen. Gegen 12.00 Uhr ist der Einsatz schließlich endgültig beendet. An diesem Morgen kommt noch ein Radioreporter des SWR4 und interviewt unseren Wehrführer sowie einen der Betroffenen. Der Radiobericht wird um ca. 12.20 Uhr bei SWR4 gesendet. Noch am folgenden Tag (Mittwoch, 11. August) sind die letzten Ansammlungen von Hagelkörnern zu sehen.
Alarmierung durch den Ortsbürgermeister per Handauslösung der Sirene
Fahrzeuge im Einsatz:
FF Herchweiler
Sonntag, 26. Dezember 1999 (2. Weihnachtstag), ca. 13.15 Uhr, Einsatzstärke TLF8 1/2, TSF 1/5, Sturmschäden, umgestürzter Baum, Einsatzleiter: Stoll Sandro
Gegen 13.15 Uhr wurden die Funkmeldeempfänger der FF Herchweiler ausgelöst. Ein durch den Sturm umgestürzter Baum war auf eine Telefonleitung gefallen und drohte, diese abzureißen. Der Baum wurde von der Leitung entfernt. Dazu waren unsere beiden Motorsägen im Einsatz. Nach kurzer Zeit war der Einsatz wieder beendet. Der Sturm am 2. Weihnachtstag richtete weitere Schäden im Dorf an, so wurde ein Scheunendach großflächig abgedeckt und mehrere Bäume brachen ab oder stürzten um. Ein weiteres Eingreifen der Feuerwehr war hier aber nicht erforderlich.
Stille Alarmierung durch die Feuerwehr Kusel
Fahrzeuge im Einsatz:
FF Herchweiler
1) "Einsatzleiter" bedeutet bei überörtlichen Hilfen in diesem Fall nur den Einsatzleiter für die Feuerwehr Herchweiler (Gruppenführer), nicht für den gesamten Einsatz.